Kriminalitätsentwicklung erneut rückläufig

    von links: Erste Polizeihauptkommissarin Daniela Neumayer, Bürgermeisterin Andrea Probst, geschäftsl. Beamter Christoph Paukner, stellv. Ordnungsamtsleiter Martin Farnhammer

    Vertreter von Polizei und Stadt erörterten den Sicherheitsbericht

    „Bogen ist – rein statisch gesehen – im Jahr 2019 noch sicherer geworden“, so lautete das übereinstimmende Fazit der Polizei und der Vertreter der Stadt Bogen am Ende des jährlichen Sicherheitsgesprächs.

    Die Leiterin der Polizeiinspektion Bogen, Erste Polizeihauptkommissarin Daniela Neumayer übergab im Bogener Rathaus Bürgermeisterin Andrea Probst, dem geschäftsleitenden Beamten Christoph Paukner und stellv. Ordnungsamtsleiter Martin Farnhammer den Sicherheitsbericht 2019. Neben der Kriminalitäts- und Verkehrslage wurden auch andere Themenbereiche rund um die Sicherheit der Stadt erörtert.

    Neumayer konnte die sehr gute Sicherheitslage durchaus mit erfreulichen Zahlen belegen. Im vergangenen Jahr wurden im Stadtgebiet Bogen 356 Straftaten bearbeitet, gab Neumayer, die zunächst die Entwicklung der Gesamtkriminalität vorstellte, bekannt. Im Vergleich zu 2018 bedeutete dies eine erneute Abnahme, was auch dem niederbayerischen Vergleich entspricht. Die Inspektionsleiterin merkte bei ihren Ausführungen an, dass die Polizei bei der Aufklärung kleinerer Verstöße immer auch besonders auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen sei. Gerade bei der Aufklärung der leicht gestiegenen Straßenkriminalität seien Hinweise von besonderer Bedeutung. Die Diebstahldelikte haben sich gegenüber 2018 im Jahr 2019 um 5,55 % verringert. Die Aufklärungsquote lag hier bei 45,4 %, was lt. Neumayer im Hinblick auf die Quote in gesamt Niederbayern (38,8 %) besonders erfreulich sei. Aus polizeilicher Sicht werde bei Einbruchsdiebstählen immer wieder erkennbar, dass Einbrüche weniger über die meist gut gesicherten Haustüren erfolgen, sondern zumeist über Terrassentüren, rückwärtig gelegene Fenster oder Garagen, die eine Zugang zum Haus aufweisen. Aus diesem Grund sollte gerade auch bei der Sicherung der Nebengebäude ein Augenmerk auf gut gesicherte Türen und Fenster gelegt werden.

    Die Häufigkeitszahl, die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten, die sich auf je 1000 Einwohner beziehen, habe erneut um 2,7 Prozent abgenommen. Der Sicherheitsstandard sei in Bogen auf einem sehr hohen Niveau, meinte Neumayer abschließend.

    Auch 2019 sind die Verkehrsunfallzahlen im Stadtbereich um 40 Unfälle von 392 auf 352 Unfälle gesunken. Zwar ist Zahl der Verletzen in 2019 leicht angestiegen, jedoch handelte es sich in den überwiegenden Fällen um leichtverletzte. Erfreulicherweise war wiederum kein Unfalltoter zu beklagen. Gerade die immer besser werdenden Sicherheitseinrichtungen in den Fahrzeugen wirken sich hier besonders positiv aus. Von den 234 Kleinunfällen waren im Straßennetz der Stadt Bogen allein 105 Wildunfälle zu verzeichnen. Darüber hinaus ereigneten sich 51 Unfälle mit Personenschäden und 67 Unfälle mit Sachschäden.

    Bei den Unfällen wurden 60 Menschen leicht und 8 schwer verletzt. Lediglich drei Verkehrsunfälle waren auf Alkohol zurückzuführen. In diesem Bereich ist im vergangenen Jahr im Stadtgebiet Bogen eine Verringerung der Anzahl der Alkohol-/Drogenunfälle um 50 % festzustellen. Obwohl das Verkehrsaufkommen vor allem im Bereich des Schulzentrums im stärker wird, musste kein Schulwegunfall aufgenommen werden. Die eingesetzten Schulweghelfer leisten hier einen wichtigen Beitrag.

    Die Sicherheitswacht vermittelt auch in der Bevölkerung ein größeres Sicherheitsgefühl. Von den acht ehrenamtlichen Angehörigen der Sicherheitswacht wurden im vergangenen Jahr 590 Stunden Dienst geleistet. Bei 11 Fällen, bei denen die Sicherheitswacht 2019 in Bogen einschreiten musste, fielen 8 in den Bereich der Ordnungswidrigkeiten und öffentliche Ordnung, ein Fall in Bereich des LStVG (Landesstraf- und Verordnungsgesetz) und zwei Fundanzeigen.

    Aus polizeilicher Sicht erfreulich, so Neumayer, sei auch die vor kurzem eingeführte kommunale Verkehrsüberwachung für den ruhenden Verkehr, da die Bürgerbeschwerden über gemeldete Parkverstöße deutlich weniger wurden.

    Bürgermeisterin Probst bedankte sich abschließend bei der gesamten PI-Bogen für die gute Arbeit, denn nur mit engagierten Beamten könne eine so gute Sicherheitslage wie in Bogen erzielt werden.

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