leeres Bild
leeres Bild
leeres Bild
Button Suche

Rathaus

Das Neue Rathaus in Bogen

Für Bogen, das um 740 erstmals als Villa Pogana urkundlich erwähnt ist, 1341 mit dem Marktrecht bedacht und 1952 zur Stadt erhoben wurde, ist dieses Rathaus das sechste in seiner Geschichte. Dieses Gebäude diente von 1900 bis 1980 der Justiz als Amtsgericht. Es bildet den Abschluß im Süden des Stadtplatzes und hebt sich schon durch seine Architektur von den übrigen Gebäuden ab.

Vor rund 130 Jahren hatte Bogen 900 Einwohner, heute nach der Gebietsreform sind es 10.000. Eine Menge von zusätzlichen Verwaltungsaufgaben sind in den letzten Jahrzehnten auf die Gemeinden zugekommen. Die Räumlichkeiten im bisherigen Rathaus mit ca. 370 qm reichten bei weitem nicht mehr aus. Nunmehr stehen der Verwaltung 750 qm zur Verfügung.

Die notwendigen Umbauarbeiten wurden in der Zeit vom Februar bis Oktober 1980 durchgeführt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,6 Millionen DM. Wobei ein Kaufpreis von 622.000 DM enthalten ist.

Zur Finanzierung des Ankaufs und der Umbauarbeiten erhielt die Stadt vom Freistaat Bayern Zuschüsse aus FAG und aus dem besonderen Strukturprogramm in Höhe von 1.175.000 DM.

Im neuen Anbau befindet sich der Haupteingang mit Pforte und Information. Ebenso ist hier ein behindertengerechtes WC sowie ein Aufzug, über den alle Ebenen des Rathauses erreicht werden können, vorhanden.
Damit ist das Rathaus von Bogen in besonderem Maße barrierefrei.


Im Erdgeschoss des Altbaus sind die Räume des Bauamtes, des Einwohnermeldeamtes, des Standesamtes, des Passamtes, das Renten- und Sozialamt, sowie das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung untergebracht.
Im 1. Obergeschoss befinden sich die Räume des Bürgermeisters und des geschäftsleitenden Beamten, des Kultur-, Fest- und Fremdenverkehrsamts, des Personalamts, der Kämmerei, der Kasse sowie das Steueramt und die Liegenschaftsverwaltung.

Das Trauungszimmer im Obergeschoß des Rathauses ist in den Stadtfarben blau-gelb gehalten und dient auch für größere Besprechungen.

Besonderer Wert wurde auf die Gestaltung des großen Sitzungssaales gelegt. Neben dem Bürgermeister beraten 24 Stadträte über die Geschicke der Stadt. Er soll an einen Rittersaal der alten Grafen von Bogen erinnern. Das bleiverglaste Giebelfenster dieses Raumes enthält sechs Wappen, welche auf die Geschichte Bogens eingehen.

Das Wappen des Bayerherzogs Ludwig der Kelheimer ist oben links zu sehen. Es soll an die Vermählung mit Ludmilla von Bogen erinnern, ebenso das Wappen der Stadt Kelheim. Das Wappen mit den drei Bogen (oben rechts) wird dem Grafen Berthold zugeschrieben. Es wurde vermutlich Anlaß zur Sage der drei Meisterschüsse, mit denen ein Ritter von Bogen die Feinde in die Flucht geschlagen haben soll. Das Wappen von Ortenburg (unten rechts) soll auf die Holzkirchner Pfingtswallfahrt hinweisen. Ferner werden die Wappen von Oberalteich und Bogen gezeigt.

Dieses Rathaus soll viele Jahrhunderte der Bevölkerung dienen. Es ist auf die Zukunft ausgerichtet.
leeres Bild
leeres Bild
leeres Bild