Das Neue Rathaus

Für Bogen ist dieses Rathaus das sechste in seiner Geschichte. Dieses Gebäude diente von 1900 bis 1980 der Justiz als Amtsgericht, wurde 1980 erworben, umgebaut und im Jahre 2012 mit einem Anbau vergrößert.

© Stadt Bogen
© Stadt Bogen
© Stadt Bogen

Für Bogen, das um 740 erstmals als Villa Pogana urkundlich erwähnt ist, 1341 mit dem Marktrecht bedacht und 1952 zur Stadt erhoben wurde, ist dieses Rathaus das sechste in seiner Geschichte. Dieses Gebäude diente von 1900 bis 1980 der Justiz als Amtsgericht. Es bildet den Abschluß im Süden des Stadtplatzes und hebt sich schon durch seine Architektur von den übrigen Gebäuden ab. Vor rund 130 Jahren hatte Bogen 900 Einwohner, heute nach der Gebietsreform sind es 10.000. Eine Menge von zusätzlichen Verwaltungsaufgaben sind in den letzten Jahrzehnten auf die Gemeinden zugekommen. Die Räumlichkeiten im bisherigen Rathaus mit ca. 370 qm reichten bei weitem nicht mehr aus. Nunmehr stehen der Verwaltung 750 qm zur Verfügung.
Die notwendigen Umbauarbeiten wurden in der Zeit vom Februar bis Oktober 1980 durchgeführt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,6 Millionen DM. Wobei ein Kaufpreis von 622.000 DM enthalten ist.
Zur Finanzierung des Ankaufs und der Umbauarbeiten erhielt die Stadt vom Freistaat Bayern Zuschüsse aus FAG und aus dem besonderen Strukturprogramm in Höhe von 1.175.000 DM.

Mit dem Erweiterungsbau kamen weitere 342m² Nutzfläche dazu! Im neuen Anbau befindet sich seit Ende 2012 der Haupteingang mit Pforte und Information. Ebenso ist hier ein behindertengerechtes WC sowie ein Aufzug, über den alle Ebenen des Rathauses erreicht werden können, vorhanden. Damit ist das Rathaus von Bogen in besonderem Maße barrierefrei, zumal auch ein weiterer Fluchtweg in Form einer Feuertreppe gebaut wurde.Im Keller des Anbaus wurde gleichfalls Platz für die Aktenablage/Registratur geschaffen. Im Erdgeschoss befindet sich seit 2012 auch der neue Eingangsbereich mit Foyer und im 1. OG der kleine Sitzungssaal.Der Anbau kostete knapp 1,1 Mio. (die Architektenleistungen wurden vom Büro Pielmeier aus Straubing übernommen).

Im Erdgeschoss des Altbaus sind die Räume des Bauamtes, des Einwohnermeldeamtes, des Standesamtes, des Passamtes, das Renten- und Sozialamt, sowie das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung untergebracht.Im 1. Obergeschoss befinden sich die Räume des Bürgermeisters und des geschäftsleitenden Beamten, des Kultur- und Festamts, der Kämmerei, der Kasse sowie das Steueramt und die Liegenschaftsverwaltung.Das Trauungszimmer im 1. Obergeschoß des Rathauses ist in den Stadtfarben blau-gelb gehalten.

Besonderer Wert wurde auf die Gestaltung des großen Sitzungssaales im 2. Obergeschoss gelegt. Neben dem Bürgermeister beraten 24 Stadträte über die Geschicke der Stadt. Er soll an einen Rittersaal der alten Grafen von Bogen erinnern. Das bleiverglaste Giebelfenster dieses Raumes enthält sechs Wappen, welche auf die Geschichte Bogens eingehen.Das Wappen des Bayerherzogs Ludwig der Kelheimer ist oben links zu sehen. Es soll an die Vermählung mit Ludmilla von Bogen erinnern, ebenso das Wappen der Stadt Kelheim. Das Wappen mit den drei Bogen (oben rechts) wird dem Grafen Berthold zugeschrieben. Es wurde vermutlich Anlass zur Sage der drei Meisterschüsse, mit denen ein Ritter von Bogen die Feinde in die Flucht geschlagen haben soll.Das Wappen von Ortenburg (unten rechts) soll auf die Holzkirchner Pfingstwallfahrt hinweisen. Ferner werden die Wappen von Oberalteich und Bogen gezeigt

Auch im neuen Anbau ist die Geschichte der Stadt Bogen im kleinen Sitzungssaal verewigt. So wurden die Bayerischen Rauten in die Gestaltung des Tisches sowie der Eingangstüre mit eingearbeitet. Auch an die die Stadt Bogen leider immer wie heimsuchenden Hochwasser wurde im kleinen Sitzungssaal mit einem Bild erinnert. Im 2. Obergeschoss war früher nur Aktenablage und der große Sitzungssaal, wobei das Gewicht der Akten mit der Zeit zu statischen Problemen führte und deshalb ein neuer Raum im Keller geschaffen wurde. Im 2. OG des Rathauses wurden in den letzten Wochen und Monaten auch vier neue Büroarbeitsplätze sowie ein Besprechungsraum eingerichtet, um die wachsende Zahl an MitarbeiterInnen entsprechend unterbringen zu können. Ein Büro wurde erst diese Woche bezogen. Dort ist jetzt das Personalamt untergebracht. Durch den Dachgeschossausbau kamen weitere 103m² Bürofläche mit Kosten von insgesamt 200.000 € dazu!

Besonders gelungen finde ich auch die kleine Dachterrasse am Rathausanbau. Hier haben sich unsere MitarbeiterInnen eine Möglichkeit geschaffen, die Mittagspause über den Dächern der Stadt zu verbringen. Vielleicht möchten Sie diese heute auch besuchen und einen wundervollen Blick über die Dächer der Stadt genießen.